Marlon Ilg & Simon Trüb

Text – WerkeCV

Marlon Ilg und Simon Trüb präsentieren vierzehn Objekte aus anthrazit eingefärbtem Gips, deren Formen vorgefundenes Alltagsmaterial bestimmt haben.

Die grafische Auseinandersetzung mit visuellem Vokabular und Wort-zwischenräumen führt die beiden Grafiker zur Umsetzung von dreidimensionalen Strukturen. Räumliche Leerstellen erfahren plastische Verdichtung und lassen Objekte formaler Schönheit entstehen. Die klassische Typografie, das Gestalten von grafischen Formen und Flächen ist Ausgangspunkt ihres bildnerischen Schaffens. Der perfekte Zwischenraum entsteht ohne Entwurf und Absicht. Die Gestalt und das Aussehen sind durch das Vorgegebene zufällig definiert. Die Objekte scheinen entfernt an Modelle architektonischer Bauten oder an Entwürfe für Designgegenstände zu erinnern. Das permanente sich Erdenken von gebrauchsgrafischer Arbeit lässt die beiden jungen Grafiker zu experimentellem Umgang mit typografischer Formgebung anspornen.

Nadia Veronese